Inga Altenkirch
Oscar Castillo

Inga Altenkirch wurde in Kiel geboren, in Berlin ist sie aufgewachsen und hat an der UdK Kunst studiert. In ihrer Arbeit, Druckgraphik und Malerei, orientiert sie sich handwerklich und auch inhaltlich an alten Meistern wie Francisco de Goya, es sind aber auch andere Vorbilder erkennbar, wie z.B. Francis Bacon. Die Arbeiten von Inga Altenkirch sind geprägt von einer enormen Sensibilität wie auch von kompositioneller Bestimmtheit und Klarheit. Ihr Blick richtet sich auf unsere heutige Gesellschaft, sie dokumentiert unsere postindustriellen Gewohnheiten - ihre Bilder sind thematisch der urbanen Hektik, dem Konsum-Verhalten und der Macht des Geldes  gewidmet. Inga Altenkirch lebt und arbeitet in Berlin.

OSCAR CASTILLO geboren in Oaxaca, Mexiko. Schule und Studium der bildenden Künste an der Escuela Nacional der Artes Plásticas (ENAP) schließt er in Mexiko Stadt ab. 1999 kommt Castillo als Gaststudent nach Deutschland, an die Kunsthochschule Braunschweig. Seitdem lebt und arbeitet er auf der Achse Deutschland-Mexiko, stellt parallel in beiden Ländern aus und beteiligt sich an verschiedenen internationalen Kunstprojekten.
Castillos Arbeiten zeichnet eine intensive Auseinandersetzung mit mexikanischer Kulturgeschichte und Symbolik aus, sowie eine authentische Natur-Faszination. Seine neueren Arbeiten sind immer intensiver mit europäischen Begriffen und Porträts erfüllt bzw. mit dem interkulturellen Dialog besetzt. 

Inga Altenkirch und Oscar Castillo: ARTBEDINGT

Kernidee für die Ausstellung war, die Arbeiten beider Künstler in einen Dialog zum Thema ‚Mensch und Tier‘ zu setzen: einen Dialog über das Biologische und Artbedingte sowie über das Kollektive oder Instinktive im menschlichen Habitus, über die  kulturabhängigen Begriffe vom Humanen wie auch vom Natürlichen. Was ist das Unverfälschte und was das Entfremdete in verschiedenartigen Existenzen, und was ist das, was uns sozial oder sogar mystisch steuert?
Die Entscheidung, ein solches Ausstellungskonzept mit Inga Altenkirch und Oscar Castillo zu realisieren, hat sich letzten Endes wie „automatisch“ ergeben, da sich beide Künstler auf je verschiedenen Wegen an diese Themen herangewagt haben und dabei  verwandte Gedanken und  Ansichten artikuliert haben.
Inga Altenkirch gehört zu unseren bewährten Spitzenkünstlern. Ihre Arbeiten  haben wir bereits mehrmals  ausgestellt, tief  überzeugt von ihrer  künstlerischen Originalität und besonderen Sensibilität. Mit urbanen Themen beunruhigte sie unsere modernen westlichen Selbstverständlichkeiten, ohne jene ideologische Bewertung, hingegen in einer existentialistischen Sichtweise. Ihre Tier-Bilder sind kein Kontra-Programm, sondern ein intelligenter thematischer Sprung in unbequeme Zusammenhänge zwischen Mensch und Tier.
Oscar Castillo’s Arbeiten präsentieren wir zum ersten Mal - in der Gewissheit, dass seine Arbeiten großes Interesse und  Anerkennung bei unserem Kunstpublikum finden werden. Castillo arbeitet auf der Achse Deutschland-Mexiko und wirkt in vielen künstlerischen Projekten mit. Seine Kunst ist von einer anderen Ästhetik und Komposition, sie hat einen eindeutig nicht-europäischen Hintergrund, ist dabei aber nicht vordergründig „exotisch“, sondern stimulierend und von einer anderen Erfahrung mit humanistischen, gesellschaftlichen und naturgebunden Begriffen bestimmt.

Ausstellungseröffnung: Sonnabend, 2. November 2013, um 14.00 Uhr, zum Auftakt der Schöneberger Art 2013

Öffnungszeiten: MI–FR: 11.00 – 19.00 Uhr u. SA/S0: 12.00 – 18.00 Uhr.

FINISSAGE: Sonntag, 1. Dezember 2013, 12.00 - 18.00 Uhr