Inga Altenkirch

Igor Bleischwitz

Oscar Castillo

Jelena Fuzinato

Mirsad Herenda

Taewoo Kang

Gerit Koglin

Ola Kujawska

Amir Omerovic
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Inga Altenkirch ist in Kiel geboren und hat an der UdK Berlin studiert. In ihrer Arbeit, Druckgraphik und Malerei, orientiert sie sich handwerklich an alten Meistern und deren Kunsttechniken, dazu schöpft sie auch inhaltlich ihre Themen in der Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte bzw. bei ihren Vorbildern wie Goya oder F. Bacon. Ihr Blick richtet sich auf unsere heutige Gesellschaft - sie dokumentiert lautlos, entschleunigt und eindring-
lich unsere existentiellen und existenzialistischen Umstände und Verhaltens-muster.

Der in Kasachstan geborene und in Berlin lebende Maler Igor Bleischwitz hat sein Malerei-Studium an der Hochschule für Kunst, Design und populäre Musik in Freiburg abgeschlossen. Er malt in der Manier alter Meister, ohne Vorlage und direkt aus dem Kopf heraus. Seine Bilder sind emotional, distanziert und kühl zugleich. Sie wirken wie ein Protest gegen das Mackellose  Visuelle, Mediale von heute und sind doch nicht vordergründig geselschaftskritisch- oder "anti"-positioniert sondern thematisch persönlich, unabhängig - authentisch.

Oscar Castillo geboren in Oaxaca, Mexiko. Schule und Studium der bildenden Künste an der Escuela Nacional der Artes Plásticas (ENAP) schließt er in Mexiko Stadt ab. 1999 kommt Castillo als Gaststudent nach Deutschland, an die Kunsthochschule Braunschweig. Seitdem lebt und arbeitet er auf der Achse Deutschland-Mexiko, stellt parallel in beiden Ländern aus und beteiligt sich an verschiedenen internationalen Kunstprojekten.

Jelena Fuzinato kommt aus Bosnien und Herzegowina. Malerei studierte sie an der Akademie der bildenden Künste Belgrad. Eine sehr authentische und vielversprechende junge Künstlerin, die ob auf Leinwand, mit Bleistift auf Papier oder in einer räumlichen Installation ihre Begabung und Ideenreichtum beweist. 2009, nach ihrem Studiumabschluss, nahm sie an mehreren Kunst-Projekten im Ausland teil und 2012 immatrikulierte sie in Berlin an der UdK das Master-Studium "Kunst im Kontext".

Mirsad Herenda geboren in Gorazde, Bosnien-Herzegowina. 1996-2001 studierte er Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Sarajevo. Seit 2004 lebt Mirsad Herenda in Bremen, wo er 2006 an der Hochschule für Künste ein Gaststudium bei Professor Bernd Altenstein absolvierte. Herenda schafft bewegende, sensible, künstlerische Objekte, die eine besondere emotionale Wirkung und räumliche Resonanz haben. Herenda ist der Gewinner des Andreas-Kunstpreises 2010. Seine  Werke sind Bestandteil vieler Museen wie auch vieler privater Sammlungen in Deutschland. 

Taewoo Kang ist geboren in Seoul, hat in Berlin an der Hochschule der Künste (heutige UdK) studiert. Seine Malerei ist zart, figurativ, seine künstlerischen Dimensionen sind Licht und Raum und seine Perspektive sei, wie er es selbst sagt, eine alltägliche aus seiner Augenhöhe und seinem Augenwinkel gesehen. Kang lebt und arbeitet in Berlin.

Gerit Koglin ist in Rostock geboren. An der Kunsthochschule Berlin Weißensee studierte er Freie Kunst / Malerei, 2009 machte er seinen Meisterschülerabschluss bei Prof. W. Liebmann. Sein Talent wurde während des Studiums durch ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes (2005-2009) gewürdigt. Koglin ist ein ausgesprochen großes Talent, der sich sehr schnell auf der Kunstszene bewiesen hat. Er malt figurativ, narativ, vom Gesehenen inspiriert, dennoch bieten seine Bilder vollkommen neue Visionen und Zusammenhänge.

Ola Kujawska geboren in Polen, studierte an der Akademie der Künste in Poznan, wo sie ihren Master-Abschluss 2001 machte. Sie ist in vielen interkulturellen und internationalen Projekten tätig gewesen als Künstlerin, Projekt-Realisatorin oder Kuratorin. Kujawska lebt und arbeitet in Berlin. Als Künstlerin arbeitet sie überwiegend grafisch und räumlich ( Installationen), in dem Spektrum bewegen sich ihre Arbeiten, die universellen menschlichen Themen auffassen.

Amir Omerovic geboren in Bremen. Von 1996 bis 2002 studierte er  Bildhauerei an der Hochschule für Künste in Bremen bei Prof. Bernd Altenstein, bei dem er 2002 Meisterschüler war. Im Jahr 2003 erhielt er den ersten Preis der „Biennale der Miniatur für Skulptur“ in Bosnien und Herzegowina. Omerovic schafft junge moderne Skulpturen, die forsch oder sogar skurril wirken, wie kämen sie von einer widersprüchlichen Welt, die gleichzeitig urig und hoch technologisiert ist ( eben globalisiert).  

 

 

 

Das Grundrecht des Einzelnen auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit – LIEBE eingeschlossen

Mit diesem Ausstellungstitel beginnen wir unser Ausstellungsjahr 2014.
Der ist vom Kasseler Bundessozialgerichts (BSG) geliehen, das Anfang des Jahres 2013 in einem seiner Urteile die Grundrechte jedes Einzelnen mit Zusatz „Liebe eingeschlossen“ bereichert hat. Mit dieser Grundrecht-Interpretation gab das Gericht einer Bulgarin und einem Algerier Recht, und das nicht etwa in einem romantischen Prozess, sondern bei deren Klage gegen ein Hartz IV-Urteil.
Die neue Grundsatz-Deutung des Bundessozialgerichts, die sich auf das Wort "Liebe" wagte, sorgte im Land für verschiedene politische Kommentare und brachte gewisse Konsequenzen in der  Anwendung des Sozialgesetzes, jedoch das, was uns fasziniert hat, war keiner diese Aspekte, sondern dessen für die juristische Praxis unverklausulierte, offene und hoch lyrische  Aussage.

Die Formulierung hat uns dazu bewegt, dieses poetische Urteil künstlerisch aufzugreifen und in einer Ausstellung umzusetzen. Wir haben acht Künstlerinnen und Künstler eingeladen, ihre Arbeiten zu diesem Titel anzufertigen bzw. anzubieten, dabei haben wir eine interkulturelle Künstler-Besatzung im Sinne gehabt, denn dieses Thema ist eindeutig universell und dadurch spannend, wie sie künstlerisch und kulturell bedingt umzusetzen ist.
Es sind Inga Altenkirch, Igor Bleischwitz, Oscar Castillo, Jelena Fuzinato, Mirsad Herenda, Taewoo Kang, Gerit Koglin, Ola Kujawska und Amir Omerovic, die auf unsere Einladung enthusiastisch reagiert haben und die uns schließlich mit ihren Arbeiten zu diesem Ausstellungstitel überraschen möchten.

Vernissage:13. Februar 2014,19.00 -21.00 Uhr.
Die Künstlerinnen und Künstler sind anwesend.

Ausstellungsdauer: 13. Februar – 22. März 2014

Öffnungszeiten: DI – FR: 11.00 – 19.00 Uhr u. SA/SO: 12.00 – 17.00Uhr