Sigrid Becker
Hermann Spörel

Hermann Spörel

Geboren 1950 in Wiesbaden. Studium der Kunstgeschichte, Malerei und Architektur in Freiburg und Stuttgart, 
Universität der Künste Berlin Ernennung zum Meisterschüler. Er bekam das 
Jahresstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD):
San Francisco Art Institute,
Honorary Member of the Society of Scottish Artists (SSA).
 Spörel ist Mitglied der Karl-Hofer-Gesellschaft, Berlin und des Vereins Berliner Künstler
 GEHAG FORUM. Förderpreis für Stadtbildmalerei. Private und öffentliche Aufträge, u.a.: Aktion Mensch, Senatskanzlei Stadt Berlin; Sammlung W. Berghuis, Assen, Niederlande. Hermann Spörel lebt und areitet in Berlin.

Sigrid Becker

Bildhauerin kam vor mehr als 20 Jahren nach Berlin, damals als Gaststudentin an der Hochschule der Künste (heute UdK), Berlin gekommen. Hier lernte sie: Stein ist mehr als Material, ist gewachsene, lebendige Materie. Der Respekt, mentale Verbeugung vor dem Stein, den Sigrid Becker von ihrem japanischen Bildhauer-Professor Makoto Fujiwara vermittelt bekam, ist ihr seither in Fleisch und Blut übergegangen.

 

Sigrid Becker und Hermann Spörel, FLÄCHE und VOLUMEN, 15.12.2015 - 16.1.2016

Das Kunst-Jahr 2015 beenden wir mit der Ausstellung von Sigrid Becker und Hermann Spörel: FLÄCHE und VOLUMEN.
Wir präsentieren Spörels Malerei und Grafik und Skulpturen von Sigrid Becker – zwei unterschiedliche künstlerische Darlegungen - Spörels „realistisch – expressive“ Landschaften und Beckers autochthone Stein-Objekte.
Daher kommt unser Titel für die Ausstellung „Fläche und Volumen“, der erkennbar auf die unterschiedlichen Arbeiten (Malerei und Skulptur) anspielt und drüber hinaus unsere Wahrnehmung und Substanz, das Sichtbare und Berührbare meint. 

Spörels malerisches Interesse gilt unserer Lebenskulisse, unseren Lebensräumen, ob urban oder ländlich. Er erforscht leidenschaftlich und unterstreicht temperamentvoll jedes Ambiente, das ihn anschaulich, substantiell wie atmosphärisch  bewegt und auffordert. Ernst Josef Lauscher schrieb über Spörel anlässlich der Ausstellung in der KUNSTHALLE BRENNABOR:“ Hermann Spörel scheint mir zuallererst ein unermüdlicher Tramp, ein suchender Wanderer - nicht zuletzt ein passionierter Stadtbesichtiger zu sein. Sein Blick - aus jeder nur möglichen Perspektive - arbeitet sich leidenschaftlich in das jeweilige Ambiente, erforscht Landschaft und Metropole mit unbändiger Kraft, ja, ich möchte fast sagen, aggressiv, als gelte es, sie zu bändigen. Das lässt vermuten, dass es dem Maler nicht um nostalgische Träumereien oder Sehnsüchte geht, sondern um das, was der Mensch aus der Stadt macht und ihr antut.“

Sigrid Becker ist künstlerisch der Arbeit mit Stein verschrieben. Ob weißer Marmor oder das Millionen alte Schiefergestein - Stein ist mehr als bildhauerischer Material, für Becker, denn der ist eigene, gewachsene, ewige Materie, die in die künstlerische Arbeit reinfließt und diese mitbestimmt.
Almut Andreae schrieb über Sigrid Becker:"Das Berühren der Steine im Atelier von Sigrid Becker ist eindrücklich erwünscht. Der eigentliche Kontakt zum Stein findet erst wirklich durch die sinnliche Erfahrung seiner spezifischen Beschaffenheit statt. „Ich versuche, die Seele des Steins zu befreien“, so das Lippenbekenntnis der Bildhauerin. Auf dem Weg dahin dringt sie behutsam, Schicht für Schicht, zum Kern und Wesen des Steines vor. Von technischen Dingen lässt sie sich in dieser Phase noch am wenigsten leiten. Im Zentrum steht vielmehr die einzigartige Charakteristik des Steins. Sigrid Becker reagiert auf das, was ihr der Stein vorgibt. Im bildhauerischen Prozess möchte sie seine Wachstumsstrukturen sichtbar machen. Den Stein in eine festgelegte Form zu zwingen, ist für sie ein Tabu. Ein bisschen Zufall, ein bisschen Überraschung ist bei der Gestaltfindung des steinernen Gegenübers in jedem Falle mit im Spiel.

Sigrid Becker und Herrman Spörel verbindet eine langjährige Freundschaft, die sich in deren gemeinsamen Ausstellungen trotz den verschiedenen künstlerischen Ansätzen spüren lässt und immer wieder einen aufregenden, vertraulichen, künstlerischen Dialog bringt.   

Ausstellungsdauer: 15.12.2015 – 16.1.2016

Öffnungszeiten: DI+SA: 11 - 17 h und MI-FR: 11 - 19 h

Geschlossen: 24. - 26.12.2015 und 31.12.2015 - 6.1.2016