Karin Wurlitzer und Sigrid Becker, Zeit am Meer | Zeit im Stein, 25.5.-25.6.2018

Wir freuen uns einen künstlerisch besonderen Dialog zwischen der Malerin Karin Wurlitzer und der Bildhauerin Sigrid Becker und zugleich auf zwei unterschiedliche künstlerische Darlegungen: eine mit souveränem Pinsel und subtilem Farbreichtum, realistisch expressive von Karin Wurlitzer und die andere im Stein belassen sowie geformt - naturgetreue, autochthone von Sigrid Becker.

Der Ausstellungstitel „Zeit am Meer | Zeit im Stein“ spielt daher auf die unterschiedlichen Darstellungsweisen (Malerei und Objekte) an und darüber hinaus auf unsere Begrifflichkeit der Zeit, unsere Wahrnehmung der Dimensionalität und die sichtbare und unsichtbare Substanz unseres Daseins.

Wurlitzers malerisches Interesse gilt unseren Lebensräumen, Landschaften, unserer Lebenskulisse. Karin Wurlitzer lebt und arbeitet an der Ostsee und hat eine besondere, verwurzelte Bindung zu dieser Region und zum Meer. So sind ihre Motive inhaltlich und sinnlich von dieser Umgebung geprägt und von einer beeindruckenden farblichen und gestalterischen Intensität.
Sie erforscht achtsam und unterstreicht jedes Ambiente, das sie anschaulich, substantiell wie atmosphärisch  bewegt und auffordert. Häufig baut sie in ihre Kompositionen Spiegelflächen ein - sie reflektiert malerisch das Wechselspiel zwischen Objekt und Projektionsfläche und erzeugt dabei eine fast schwerelose, abgekoppelte Existenz der Objektwelt, die eine Besonderheit ihrer künstlerischen Arbeit darstellt.

Sigrid Becker ist künstlerisch der Arbeit mit dem Stein verschrieben. Ob weißer Marmor oder das Schiefergestein - Stein ist mehr als bildhauerisches Material für Sigrid Becker, denn er ist eigene, gewachsene, ewige Materie, die in ihre künstlerische Arbeit einfließt und diese mitbestimmt.

Eine gewisse mentale Verbeugung vor dem Stein hat Sigrid Becker von ihrem japanischen Bildhauer-Professor Makoto Fujiwara vermittelt bekommen und ist seither in ihr Werk organisch übergegangen.
Becker ist permanent auf der Suche nach dem passenden, ausdrucksvollen Gestein –  von kleinen Steinen bis zu tonnenschweren Findlingen – alle bekommen von der Künstlerin eine sinnliche Überarbeitungsspur. Insbesondere mit dem Schiefer fühlt sich Sigrid Becker, die an der Mosel aufwuchs, innerlich verbunden und mit dem hat sie sich bildhauerisch auseinandergesetzt.

Ausstellungsdauer: 25.5. – 25.6.2018

Öffnungszeiten: MI - FR: 12 – 21 h und DI / SA: 11 – 17 h

VERNISSAGE: Donnerstag, den 24. Mai 2018, 19-21.30 h

Die Künstlerinnen werden anwesend sein.

Mehr Bilder unter: https://www.facebook.com/subjectobject.de/

Text: Ljiljana Vulin-Hinrichs

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