Lovro Artukovic, BILDTRANSPORT, 20.10.-24.11.2018

Unter dem Ausstellungstitel BILDTRANSPORT zeigen wir die Arbeiten der Künstlers Lovro Artuković in seiner ersten Einzelausstellung in unserer Galerie.
Über das Zueinanderfinden zwischen dem Künstler und der Galerie subjectobject, sowie auf die aktuelle Zusammenarbeit mit Artuković freuen wir uns sehr, besonders weil wir einige kulturelle und künstlerische Vorlieben und Auffassungen teilen.

In Kroatien zählt Artuković zu den bedeutendsten gegenständlichen Malern. Parallel zu seiner künstlerischen Tätigkeit unterrichtete er neun Jahre an der Akademie der Künste in Zagreb, wo er selbst von 1979 bis 83 studiert hatte. Bereits auf der Akademie stand er mit seiner figurativen Malerei relativ alleine. Der Künstler fasste es in einem Interview so  zusammen: „Abstraktion war mir aber immer fremd. Ich brauche die Auseinandersetzung mit dem Modell und dem Raum.“

Wir haben Artukovićs Malerei länger verfolgt und können ihm hier  zustimmen, denn seine Bilder transportieren vorhandene Objekt-Welt sowie reale Figuren und Konstellationen – ob naturtreu, farblich verfremdet oder monochrom oder aber ganz durch die Folien-Transparenz gebrochen, fragmentarisch aufgelöst und im neuen Bildkontext zusammengesetzt.
Artuković konstruiert Realitäten  -  transportiert sein und ein gesellschaftliches Wirklichkeitsbild nicht als Abbildung sondern als Moment, Standpunkt oder Gefühl. Kleine Sensationen und Details bekommen eine neue Bühne – versetzt auf seine Leinwände - neu gefordert und positioniert.
Seine Auffassung und Beharrlichkeit als gegenständlicher Maler seinen Weg zu bestreiten, hat ihm relativ schnell viel Anerkennung gebracht – so machte er als sehr junger Künstler unzählige große Ausstellungen zuerst in Kroatien und dann auch europaweit.
Eine Retrospektive seiner Gemälde war nach Stationen in Split und Dubrovnik auch 2002 im Lissaboner Museu da Água zu sehen.
Während des Rücktransports aus Lissabon wurden alle 24 Bilder gestohlen und gelten seit dem als verschollen. Über diese Katastrophe sagt der Künstler heute gelassen: „Die Tatsache, dass meine Bilder verschwunden sind, war am Ende nicht so schlecht, denn das hat mich gewissermaßen auch von ihnen entlastet.“
Ein Jahr später zog Artuković von Zagreb nach Berlin – aus einer Kunstszene, wo er als Künstler existentielle Sicherheit und große Anerkennung hatte in eine Kunst-Stadt wie Berlin, wo er gar keine Verbindungen hatte. Die vielfältige, aufregende Berliner Kunstszene mit mehreren  Hunderten von Künstlern aus der ganzen Welt und Galerien sowie fast täglichen Kunst-Ereignissen war eine Herausforderung, die Artuković  offensichtlich gesucht hat, um einen neuen Horizont vor sich zu eröffnen  - um seine künstlerische Arbeit weiter entwickeln zu können.

Sein künstlerischer Weg in Berlin führte ihn ziemlich schnell zu neuen Ausstellungen, Kunst-Kontakten und Sammlern. Im April 2013 beteiligte er sich bei der Aktion der Deutschen Bank KunstHalle in Berlin "MACHT KUNST" und wurde mit seinem Bild "Zwillinge" bei der 2000 eingereichten Arbeiten einer von acht Preisträgern und der eindeutige Publikumsfavorit.  

Ausstellungsdauer: 20.10. - 24.11.2018

Öffnungszeiten: DI - FR: 11 - 19 h u. SA: 12 - 17 h

Zur Schöneberger Art 2018: Sonnabend, den 3.11.: 12 - 20 Uhr und Sonntag, den 4.11.: 12 - 18 Uhr.

Mehr Bilder unter: https://www.facebook.com/subjectobject.de/

Text: Ljiljana Vulin-Hinrichs

 

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