Jelena Fuzinato und Andrea Imwiehe, Präsenz des Vergangenen /Presence of the past, 7.9. - 12.10. 2019 8.2019

Bevor wir uns zum Auftritt bei der diesjährigen Kunstmesse POSITIONS Art Fair Berlin am Wochenende 12.-15.2019 begeben, eröffnen wir die nächste Ausstellung - dieses mal mit zwei hervorragenden Künstlerinnen: Jelena Fuzinato und Andrea Imwiehe.
Den künstlerische Dialog haben wir auf einer gewissen thematischen Gemeinsamkeit aufgebaut, die wir im Ausstellungstitel als: Präsenz des Vergangenen /Presence of the past erfasst haben.

Andrea Imwiehe stellen wir zum ersten Mal unserem Publikum vor und glauben fest daran, dass ihre Arbeiten mit einer sehr existentiellen und vertraulichen Eindringlichkeit viel Zuspruch finden werden.

Andrea Imwiehe (1970) studierte Freie Kunst an der HbK in Braunschweig und Kunsttherapie/-pädagogik
an der FH Ottersburg. Ihre Arbeiten zeigte sie in sehr vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland. Imwiehe wurde mehrmals für verschieden Kunstpreise nominiert und gewann viele Kunstpreise und Auszeichnungen. Sehr lange arbeitete und lebte sie in Bremen, wo sie immer noch als Mitglied einiger Künstlervereine ist und seit  fünf Jahren lebt und arbeitet sie in Berlin.

„Andrea Imwiehe nimmt mit ihrer Malerei eigentlich das Wesen, die Struktureiner Erinnerung zum Anlass: Selten sind Erinnerungen ganz plastisch,vielmehr erinnern wir uns an eine Stimmung, an ein bestimmtes Licht, aneinen Geschmack oder eine Atmosphäre. Erleben wir diese Atmosphäre,dieses Licht oder diesen Geschmack noch einmal, kann dies der Anstoß imSinne von Platon sein, der unsere Verknüpfungen arbeiten lässt – wir erinnernuns an bereits vorhandenes, das tief in uns verborgen war... Die Bilder fassen drei Ebenen zusammen: Erinnerungen, Fakten oder auch nur reine Assoziationen von Stimmung aus der Vergangenheit, konstruierte Erinnerungen und die Transformation in die Jetzt-Zeit.“ (Carla Johanna Frese)

Die Malweise von Andrea Imwiehe korrespondiert mit ihrer thematischen Wahl - 
in mehreren Schichten und in konsequenter farblicher Aufteilung aufgebaut: dunkler Hintergrund wird zum einen naturtreu, realistisch dargestellt und zum anderen großflächig in beige oder hellblau aufgehellt mit fragilen Zeichnungen, die in den Malgrund eingeritzt sind. Es wird etwas sichtbar gemacht, was vorher verborgen war.

Jelena Fuzinato haben wir bereits mehrere Male ausgestellt und ihre junge künstlerische Bahn intensiv begleitet und gerne gefördert. Ihre Arbeiten sind von einer erfrischenden und anderweitigen Energie und zugleich von einer melancholischen Eindringlichkeit und besonderen künstlerischen Reife und Souveränität geprägt.
Obwohl Zeichnung Fuzinatos Technik ist, gehören genauso Malerei, Video- und Raum-Installationen bis hin zu Körper-Performance zu Fuzinatos künstlerischen Ausdrucksweise.
Jelena Fuzinato  (1984) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Belgrad (2003-2009), sowie am Institut ‚Kunst im Kontext‘ an der Universität der Künste
in Berlin (2012-2016). Ihre Arbeiten zeigte sie in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Österreich, Finnland, Serbien und demnächst auch in Chile. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

In der Ausstellung „Presence oft he past / Präsenz des Vergangenen“ zeigen wir Fuzinatos Zeichnungen - dichte, monochrome Arbeiten aus hunderttausenden Strichen des Grafitstifts, die enorme Intensität, besondere Sensibilität und eine diskrete Absolutheit besitzen. Sie zeugen von einer stillen Gefasstheit wie
auch von Gefühlstiefe und einer subtilen künstlerischen Sprache.
Fuzinato führt ihre Kompositionen zugleich zart und konsequent aus, ohne eine strenge Trennung von Akteuren und Hintergründen zu beabsichtigen; sie hinterfragt auf eine besondere, unaufdringliche Art kollektive und individuelle Vorstellungen und Erinnerungen, schafft Kulissen für ihre Akteure und Symbole,
um Lebensläufe, Objekte und ‚Momente‘ (re)konstruieren zu können.
Fuzinatos Arbeiten besitzen eine besondere Authentizität und Originalität und stellen eine komprimierte, autochthone Welt dar, die uns fern und zugleich existenziell nahe und universal erscheint.

Vernissage: Freitag, den 6. September 2019, 19 - 22 h

Ausstellungsdauer: 7.9. - 12.10. 2019

Öffnungszeiten 2019: Di - Fr: 12 - 19 h + Sa: 12 - 17 h

Zur Art Week Berlin 2019: Fr und Sa, den 13./14. September 2019, 12 - 21 h

Leitung: Ljiljana Vulin-Hinrichs

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