Urte Beyer

Geboren 1972 in Markdorf (Bodensee). 1995-1999 Studium der Bildhauerei an der Alanus-Hochschule, Bonn. 2001/2002 Fortbildung bei bm Bildung in Medienberufen GmbH, Köln Schwerpunkt Design und Animation. 2002 -2004 Stipendium der Carl-Duisberg-Gesellschaft Webb Communications Inc., New York City, USA. 2003-2004 Videoaufzeichnung und Bearbeitunung Harvestworks Digital Media Arts Center, New York City, USA. Beyer stellte ihre Arbeiten in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen deutschlandweit (Bonn, Berlin, Essen, Mainz, etc.)und international  (USA, Korea) aus. Beyer hatte viele öffentliche Aufträge und Projekte, davon die neueste war die temporäre Installation "Falten der Erinnerung" auf dem Portal des Rathauses in Schöneberg, Berlin. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin. 



Urte Beyer, un|unterbrochen, 22.4. - 18.5.2016

Wir präsentieren zum ersten Mal die Künstlerin Urte Beyer in unserer Galerie mit ihren digitalen Arbeiten, Foto-Objekten und –Installationen. In der Ausstellung zeigen wir auch die Installation „Falten der Erinnerung“, die im Herbst 2015 am Portal des Rathauses Schöneberg zu sehen war.

Beyer setzt sich in ihren Arbeiten mit ‚Transformation’ und ‚Prozessualität’ auseinander bzw. mit den vielfältigen, vieldimensionalen Veränderungs-
potenzialen aller Dinge; sie hebt deren Bedeutung sowie ihre Ästhetik besonders hervor. Dabei thematisiert sie Vergänglichkeit und Endlichkeit auf ungewöhnlicher Weise; sie lässt zwar diese Begriffe mit in ihre Arbeiten einfließen, relativiert sie jedoch mit einer kühnen Selbstverständlichkeit. Diese künstlerische  Herangehensweise ist besonders anregend und von einer neuen existenziellen Auffassung getragen - sie bringt uns in eine neue, fließende Wirklichkeit und zugleich in eine neue Fiktion.   

Beyers Interesse gilt deswegen den städtischen, „bewohnten“, öffentlichen Räumen und Objekten und deren offensichtlichen Transformationen, und zwar sowohl deren realen, konkreten, substantiellen Veränderungen durch Benutzung im biografischen und historischen Zeitfenster (dokumentarisch) als auch deren fiktiven Umwandlungen, die von Betrachtern projiziert werden, bzw. wie es die Künstlerin selbst hier entwirft und gestaltet.

‚Unterbrochen’ und ‚ununterbrochen’ verlaufen diese Prozesse faktisch und gleichwertig, und diese beiden Dispositionen übernimmt die Künstlerin in ihrer Arbeit und schafft damit eine inhärente Verbindung zwischen der Wirklichkeit und ihrer künstlerischen Fiktion. In diesem Sinne betont der Ausstellungstitel un|unterbrochen die beiden Prozesse, die sich in der Arbeit von Urte Beyer durchziehen, als zeitliche und räumliche, objektive und subjektive, reale und fiktive Phänomene.

Wir freuen uns sehr auf diese spannende Zusammenarbeit und die Ausstellung un|unterbrochen mit Urte Beyer.

Die Ausstellung un|unterbrochen eröffnen wir 

am Freitag, dem 22.4.2016, 19 – 21 h. Die Künstlerin ist anwesend.

Ausstellungsdauer: 22.4. – 18.5.2016

Öffnungszeiten: MI-FR: 12 – 19 h + DI/SA: 12 – 17 h

Öffnungszeiten zum Gallery Weekend 29.4.-1.5.2016: 12 – 19 h